Phonetik und Intonation

Phonetik umfasst alles, was mit der physikalischen Realisierung des Sprachschalls zusammenhängt. Intonation beschreibt insbesondere den Rhythmus und die Tonhöhenverläufe einer Sprache und ist also ein Teilbereich der Phonetik.

Mit diesem Teilbereich beginne ich meistens meine Aussprachetrainings, denn Intonation ist das, was den "typischen Klang" einer Sprache ausmacht. Als Baby lernen wir diese Seite der Sprache zuerst. Der Babykörper ahmt den Sprachrhythmus nach und die Babylaute imitieren die Tonhöhen. Deshalb ist es auch oft sehr schwer, "fremde" Sprachintonation zu imitieren, da unsere eigene in unserer Persönlichkeit sehr tief verankert ist.

Wenn die Intonation "fließt", erübrigen sich z. T. die Ausspracheübungen mit einzelnen Lauten, da die rhythmischen Gesetze einiges tragen. Die deutsche Sprache hat einen sehr starken Sprachrhythmus, mit ständig wechselnden Betonungen, Längen, Kürzen und Pausen. Das haben viele Sprachen in dieser Art nicht. Außerdem markieren wir die jeweils wichtigste Silbe im Satz noch über die Tonhöhe (höchste oder tiefste Stelle). So ergeben sich feste Muster, die keinesfalls nur individuell und situativ sind - wenn es natürlich auch eine große Flexibilität gibt.

In meinen Trainings arbeite ich auch an Atmung, Artikulation und Einzellauten.